Welche Versicherungsbedingungen brauche ich?

Die Versicherungsbedingungen Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure

Die Versicherungsbedingungen für die Berufshaftpflicht von Architekten und Ingenieure werden regelmäßig an die aktuelle Rechtsprechung und an den Bedarf der sich ändernden Berufs- und Leistungsbilder angepasst. Seit 2009 wurden die Bedingungen je nach Gesellschaft bis zu sechsmal (!) geupdatet.
In Abhängigkeit zum individuellen Tätigkeitsprofil stellen nicht alle Änderungen einen Vorteil dar. Neben einer Anzahl von Bedingungsverbesserungen werden teilweise im Zuge der Überarbeitung auch Einschränkungen eingebaut, die sich bis zu einer Leistungsverweigerung für bestimmte Tätigkeiten und Aufträge auswirken können.

In 2016 haben die führenden Versicherer der Sparte den Inhalt ihrer Bedingungen weitgehend homogenisiert. Bei der Auswahl des Versicherungsunternehmens darf man sich jedoch nicht darauf verlassen,
dass die Bedingungen zu über 95% in ihrer Wirkung identisch sind. Es müssen in Abhängigkeit zum eigenen Risiko die Details mancher Klauseln bewertet werden.
Darüberhinaus gibt es eklatante Unterschiede in der Schadensabwicklung.
Die Bandbreite reicht von Gesellschaften, die noch nicht einmal mehrere Rahmenverträge mit Anwälten für Architektenrecht unterhalten, bis hin zu Gesellschaften, die neben dem Unterhalt einer eigenen, großen Schadensabteilung
mit nahezu allen renommierten und auf das Architekten-, Ingenieur- und Baurecht spezialisierten Kanzleien Sonderabkommen abgeschlossen haben.

Genauso unterschiedlich ist das Verhalten im Schadensfall: Unter den verbliebenden sieben Gesellschaften, die die Berufshaftpflichtversicherung für Architekten und Ingenieure anbieten, findet man sowohl Schadensabwehrversicherer als auch Gesellschaften mit außergerichtlichen Vergleichsquoten von über 95%.
Die stetig steigende Schadenshäufigkeit und mehrjährige Prozessdauern führen die Berufshaftpflichtversicherer regelmäßig an ihre Grenzen. Daher gibt es Gesellschaften, bei denen trotz Renommee die Bearbeitungszeiten nach Schadensmeldung so lang sind, dass man regelmäßig jede Notfrist bei Gericht nicht einhalten kann, und es gibt Gesellschaften mit ausführlichen Schadenssupport.

Im letzten Update 2015/ 2016 haben die in Frage kommenden Versicherer u. a. folgende Postionen neu definiert bzw. geordnet:

+ Technical Due dilligence
+ Erweiterung der Spätschadensklausel auf alle unmittelbaren Vorversicherungen
+ Änderung des Geltungsbereiches Europa/ Weltgeltung
+ Einschluss bei Beteiligungen (quotenabhängig!) des Versicherungsnehmers an Bauträger, GÜ
+ Einschluss von Schäden bei Baustofflieferung; Sublimit
+ Asbestschäden
+ Arbeitnehmerüberlassung
+u. w.

In vorbezeichnetem Zusammenhang wird offensichtlich, dass die Auswahl der Gesellschaft nicht allein an den Versicherungsbedingungen und am Preis liegt. Zu den ebenso wichtigen Auswahlkiterien gehört der Support während der Vertragslaufzeit, die Abwicklung in Schadensfällen, die laufende Beratung in Bezug auf Haftungsrisiken und Vertragsklauseln.

 

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